Hoffmanns Erzählungen

Dieser Beitrag lag längere Zeit unfertig in meinem Blog rum … daher ist Samstag jetzt auch schon nen dreiviertel Jahr oder so her:

Mal wieder ein richtiger Eintrag von mir … wird ja auch Zeit.
Ich war am Samstag seit langer Zeit mal wieder in der Oper. Meine Oma schenkte mir zu Weihnachten zwei Karten für „Hoffmanns Erzählungen“ in der Komischen Oper Berlin.

Für alle die ihn nicht kennen, E. T. A. Hoffmann war ein Autor der Gruselromantik, recht bekannt sind zum Beispiel seine Werke „Der Sandmann“ und „Das Fräulein von Scuderie“.

Die Oper umfasst 5 Akte, einen Einführungsakt und einen Ausführungsakt, die die Rahmengeschichte bilden, verfasst wurde das Stück von Jacques Offenbach.
Im ersten Akt begegnen wir Hoffmann und seine Muse, er ist in seinem Lieblingslokal um sich zu betrinken und ist seinem Ziel schon recht nahe als die Szene einsetzt. Er versucht zu schreiben und ist aber mit Gedanken andauernd bei Stella, der Opernsängerin in die er zur Zeit verliebt ist. Die Muse ist gegen diese Frau, sie hat ihn anscheinend fallen gelassen, als er noch nicht bekannt war und nun versucht sie aber wieder an ihn ranzukommen. Ob die Muse wirklich mehr will als Hoffmans Muse zu sein, bin ich mir nicht sicher. Durch die lange Pause ist mein Ohr nicht mehr geschult genug allen Gesangstext zu verstehen.
Allerdings ist Hoffmann nicht als Einziger an der schönen Sängerin interessiert, sein Gegenspieler ist der Teufel … gespielt von einem Herren dessen Körpervolumen sich hervorragend auf seine stimmliche Darbietung auswirkt allerdings nicht unbedingt in ein enges Lederkostüm gezwängt werden sollte.
Nach einiger Zeit im Lokal tauchen einige Studenten auf und bringen Hoffmann dazu seine unglücklichen Liebesgeschichten zu erzählen.

Der nächste Akt handelt von der ersten Geschichte um Olympia, eine Frau in die er als Student traf und die sein Herz gewann (unter Umständen in die unser Teufel beteiligt ist) … leider war diese „Frau“ der Liebe nicht so mächtig wie der junge Hoffmann, da die schöne Olympia ein Automat, heutzutage würde man sagen ein Roboter, war … was Hoffmann aber erst unter einigem Gelächter am Ende eines Festes rausbekam als der Teufel die Puppe zerstörte, vorher himmelte er sie an, als sie ein recht dummes Lied recht machanisch vortrug (mit einigen kleinen Aussetzern, sie musste zwischendurch aufgezogen werden) … die Geschichte ist aus dem Sandmann bekannt.

Hoffmann flüchtet und erreicht den nächsten Akt, hier verliebt er sich in eine Antonia, eine junge Sängerin. Antonias Mutter starb da sie das Singen nicht aufgeben konnte, nun sieht der Vater das gleiche Schicksal seine Tochter ereilen und versteckt sie daher vor allem und verbietet ihr das Singen. Hier tritt unser Teufel als Doktor auf, der sich bereits um Antonias Mutter kümmerte … er soll Antonia heilen, doch bewirkt er durch seine Medizin, das Antonia ihre Mutter zu sich sprechen/singen hört.
Hoffmann beobachtet den Vater und seine Tochter und flieht immer wieder zu ihr.
Inzwischen bietet die Mutter ihrer Tochter im Wahn eine Bühne und die Tochter beginnt zu singen … sie singt daraufhin sehr lange darüber, das sie jetzt stirbt weil sie singt … es mag daran liegen, das sich der Text immer wiederholte, und/oder daran, das wir uns eine Pause schon vor diesem Akt gewünscht hatten, aber nicht nur ich wurde unruhig ^^
Dieser Akt beruht übrigens auf der Geschichte Rat Crespel.

Nach der Pause ging es mit dem vierten Akt weiter mit Giulietta, leider erinnere ich mich hier nicht mehr an viel … sie war eine Kurtisane … irgendwie wollte unser Teufel sie mit einem Diamanten zu erkaufen, sie hatte ihm zuvor schon den Schatten eines Mannes, der sowas wie Hoffmanns Rivale war, besorgt.
In der Gier nach dem Diamanten verspricht sie Hoffmanns Spiegelbild zu rauben, dieser schenkt es ihr bereitwillig in Liebe … als er ihre Liebe dafür einführt kommt es zu einem Duell mit seinem Rivalen, welches Hoffmann mit dem Degen des Teufels ganz klar gewinnt, der Kampf geht tödlich aus. Als Giulietta ihn trotzdem nicht will und verhöhnt er sticht er ihren Diener (daran kann ich mich nicht mehr genau erinnern, hier hat wikipedia nachgeholfen). Auf jeden Fall flüchtet Hoffmann nach dem Ganzen und Giulietta bricht zusammen.

Am Ende sind wir wieder zusammen mit dem betrunkenen Hoffmann in dem Lokal und die Studenten singen ein melancholisches Lied auf die Liebe. Stella weißt Hoffmann ab. Sorry Leute aber hier hört es für mich wirklich auf … keine Ahnung wie es weiter ging … aber wen es interessiert, einfach selbst mal wieder in die Oper *gg*

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