Stanislaw Lem “Solaris”

Ich habe vor kurzem Stanislaw Lem “Solaris” zu Ende gelesen.

In dem Buch geht es vordergründig um einen Solaristen, ein Wissenschaftler, der sich der inzwischen eigenständigen Wissenschaft über den Planeten Solaris verschrieben hat. Er kann nach vielen Jahren Studium endlich zu seinem Studienobjekt fliegen und ersetzt dort einen kurz zuvor gestorbenen Kollegen in der Station die ständig im Orbit dieses Planeten schwebt. Auf der Station gibt es nur drei Menschen, Wissenschaftler.
Der Planet scheint von einer schwarzen Masse fast vollständig bedeckt zu sein, sie ist wohl die meiste Zeit eine Art zäher teerartiger Ozean, teilweise und mit einer gewissen Regelmäßigkeit verändert sich die Form dieses Ozeans, zumindest an der Oberfläche. So zumindest meine Vorstellung aus Lems Beschreibung des ganzen. Diese Formen, verändern sich manchmal ständig, manchmal bleiben sie in einer Form für längere Zeit bestehen, mal gleichen sie irgendwie gothischen Bauwerken, aber zum Großteil sind die gebildeten Formen mit nichts auf der Erde bekanntem vergleichbar.
Der Planet ist nun schon seit vielen Jahren bekannt und die Wissenschaftler haben eine Menge interessanter Dinge dort gesehen und festgehalten, aber irgendwie haben sie nie wirklich was über diesen Ozean herausbekommen, teilweise scheint er auf die Menschen zu reagieren ob er denken kann ist unklar. Einige Wissenschaftler liessen ihr Leben.
Nun wurden kurz vor dem Tod des Wissenschaftlers neue Versuche gemacht und seit dem gehen „Geister“ in der Station um. Diese Wesen sind anscheinend dem Gedächtnis der anwesenden Wissenschaftler entnommen. Sie müssen nicht schlafen und nicht essen, können sich aber auch nicht von den Personen zu denen sie gehören, ohne weiteres entfernen. Wenn ich mich nicht irre hat jeder Wissenschaftler einen „Geist“ gleichzeitig.
Anfangs versucht unser Neuankömmling seinen „Hauptgeist“ zu töten, da er Angst vor ihm hat, wahrendessen versucht er ihre Herkunft zu ergründen. Jedesmal ist der Geist, seine tote Freundin oder Ehefrau, ich weiß es nicht mehr genau, nach kurzem wieder bei ihm. Nach einiger Zeit gewöhnt er sich an sie und möchte sogar mit ihr zusammen auf die Erde zurückkehren. Obwohl der Ursprung dieser Geister nie wirklich geklärt wird, ist doch klar das sie irgendwie mit dem Ozean zusammenhängen und somit nicht weit entfernt von Solaris überleben können.

Ich hatte so einige Probleme mit dem Buch, ich habe es auch zwischendurch immer wieder mal weggelegt, was man unter anderem daran merkt dass ich viel nicht mehr genau weiß. Das größte Problem hatte ich mit diesen recht ausführlichen Beschreibungen der Gebilde des Ozeans, bei denen zum Schluß im Prinzip immer gesagt wurde das sie eigentlich mit nichts auf der Erde zu vergleichen sind. Ich bin ein sehr visueller Mensch, wenn ich etwas lese, entstehen vor meinem geistigen Auge Bilder, so dass ich nachfolgende Dinge besser verstehe oder nachvollziehen kann. So hatte ich nicht nur prinzipiell schon Probleme, sondern jedes Mal wenn ich endlich ein gerade so vorstellbares Bild hatte, wurde es durch diese Bemerkung zerstört.
Vielleicht bin ich in meinem Denken noch nicht soweit. Aber ehrlich gesagt gefällt mir das Buch nicht wirklich. Ich hoffe ich kann es in ein paar Jahren mit mehr Erfahrung und mehr Weisheit in die Hand nehmen und mich daran erfreuen. Lem zählt ja irgendwo zu den modernen Philosophen und ich würde mich doch gerne besser mit seinem Werk auseinandersetzen können.

Larry Niven, Jerry Pournelle “Der Splitter im Auge Gottes” 2

Hier gehts jetzt ein wenig weiter mit dem Buch.

Nachdem die Menschen, in erster Linie Wissenschaftler, sich mit den Splits angefreundet haben, will man nun zu Verhandlungen kommen, es sollen Verträge aufgesetzt werden in denen geregelt ist wie die beiden Spezies miteinander interagieren.

Was wollen die Splits? Klar, wenn man sich ihren vollkommen überfüllten Planeten anschaut, sie wollen leere Planeten für sich formen und besiedeln. Was haben sie den Menschen zu bieten? Neue Technologien, wie zum Beispiel eine Kaffemaschine, die aus einer normalen umgebaut wurde, zu einer die gezielt Schmutzstoffe durch semipermeable Wände nach Außen bringt. Die Menschen haben den Splits zwar ihr Schutzfeld, mit dem schnelle interstellare Reisen erst möglich sind, vorraus trotzdem sind die Splits sehr geschickt und schnell im Entwickeln neuer Technologien.

Während die Menschen auf Splitter die Splits und deren Kultur kennen lernen, bekommt die MacArthur langsam Probleme, die Minis vermehren sich immer weiter und inzwischen fangen sie an sich und die Menschen zu bekämpfen. So wird die Expedition auf Splitter in einer Nacht-und-Nebel-Aktion abgebrochen und die Menschen, nicht mehr Herr der Lage auf der MacArthur, fliehen auf die Lenin um von dort die MacArthur zu zerstören … nun mangelt es noch mehr an Platz als auf der MacArthur, es sind zwar viele der wissenschaftlichen Geräte mitzerstört worden, allerdings haben wir nun neben den Zivilisten auch noch zwei Raumschiffbesatzungen.

Bei einer im Ergebniss misslungenen Selbstrettung einiger Besatzungsmitglieder der MacArthur, erfährt der Leser über die wahre Beschaffenheit der Spezies Splits, leider haben sie keine Möglichkeit mehr dies der Lenin mitzuteilen…

Bevor das jetzt wieder eine ewiglanger Beitrag wird höre ich hier auf und schreibe in einem dritten weiter.

Larry Niven, Jerry Pournelle “Der Splitter im Auge Gottes”

Nun will ich mal zu diesem Buch kommen, ich habe es Anfang der Woche zuende gelesen und finde doch es ist ein gutes Buch und lohnt sich. Es geht um die Erstbegegnung der Menschen mit einer anderen intelligenten Rasse im Weltraum.

Seit der Mondladung ist einiges passiert, die Menschheit entwickelte Techniken und Theorien um den Weltraum nicht nur zu bereisen sondern auch zu besiedeln, je nach Herkunft bekamen die terraformten und besiedelten Planeten eine kulturelle Richtung, so heißt ein Planet, der für unsere Roman recht wichtig ist, Neuschottland, diesem Namen macht er auch alle Ehre.
Soviele vereinzelte Siedlungen brachten natürlich auch Probleme mit sich, der Freiheitsdrang der neubesiedelten Planeten führte zu einem großen Krieg von Rebellen gegen das Imperium, bei dem nicht nur viele Menschenleben sondern auch Entdeckungen und Erfindungen durch vollständige Zerstörung verloren gingen, so wurden viele Punkte durch die schnelle interstellare Reisen möglich waren, vergessen, Kolonien verloren den Anschluss an die restliche Menschheit und führten auch intern Kriege, so fielen einige der Siedlungen in eine Voratomare Zeit.
Nachdem der Krieg viel zerstört hatte, wurde er dann auch irgendwann beendet, es wurde das zweite Imperium gegründet, welches ein monarchisches System ist und nun schon seit Jahrzehnten versucht das erste Imperium einzuholen und gleichzeitig die noch immer existierenden Rebellen in Schach zu halten.
Da diese Situation ja noch nicht interessant genug ist, wird plötzlich eine fremde Sonde entdeckt. Diese abzufangen und mit den Insassen Kontakt aufzunehmen wird Aufgabe des frischgebackenen Kapitän Blaine, welcher nach der Flotte als Marquis eine recht hohe Position in der Monarchie inne haben wird. Kapitän Blaine kann die Sonde in einer halsbrecherischen Aktion abfangen und in sein Schiff nehmen, nur leider ist der einzige Insasse tot.
Nach einer Autopsie an diesem asymmetrischen, dreiarmigen Ungeheuer wird vom Kaiser entschieden, das es eine Expedition zu dem Heimatplaneten geben soll, dreimal dürft ihr raten wer an dieser Expedition teilnimmt, natürlich unser Kapitän Blaine, ausserdem noch ein paar andere recht interessante Charaktere, welche zu Hauptpersonen werden, auf die ich jetzt aber nicht tiefer eingehen will.
Es wird also eine Expedition gestartet, einmal mit dem Schiff von Kapitän Blaine, welches mit allerhand technischem Krams und einer Menge Wissenschaftler ausgestattet wird, man kann auch beladen sagen, es herrscht auf diesem Schiff eine absolute Platznot. Ausserdem wird die MacArthur von der Lenin begleitet, diese bleibt in der Funktion eines Kriegsschiffes und soll im Falle einer feindlichen Übernahme die MacArthur zerstören, damit deren Technik nicht in die Hände der Fremden gerät, die Lenin und deren Besatzung darf nie direkt Kontakt zu den Fremden aufnehmen.
Der errechnete Kurs führt die beiden Schiffe in eine nicht weit entfernte, als relativ uninteressant eingestufte Region des Alls, welche mehr oder weniger von menschlichen Kolonien umgeben ist.
Hier trifft unsere Expedition auf ein recht interessantes Raumschiff in dem sich ein, dem Toten recht ähnliches Wesen befindet. Das Wesen ist etwas kleiner und hat im Gegensatz zu dem weiß braunen Fell ein rein braunes Fell, es ist sehr geschickt mit seinen Händen und scheint mit den zwei sehr feingliedrigen Armen und Händen sehr schnell zu arbeiten, Teile seines Schiffes umzuformen und an allem möglichen herumzubasteln, der dritte Arm ist eher kräftig und dient zum Halten von schweren Gegenständen. Eine Kommunikation zwischen diesem Wesen und den Menschen entsteht leider nicht, später im Buch erfährt man genaueres darüber.
Das Braune wird auf die MacArthur geholt und bringt zwei sehr kleine, ihm im Körperbau ähnliche Wesen mit, die Menschen beginnen zurätseln um was es sich handelt, da es die anderen Exmplare auf seinem Schiff einfach in den Raum entsorgt hat, als es umstieg (es befanden sich einige von diesen Wesen auf dem Schiff des Braunen). Das Raumschiff des fremden Wesens flog kurz nach dem Ausstieg des Braunen in Richtung seines Heimatplaneten. Der Planet wird aufgrund seiner Lage Splitter genannt, die Bewohner dann von den Menschen Splits.
Das Braune bastelt auch bei den Menschen an allerhand Zeug rum und die kleinen wurden zur Beobachtung in einen Käfig gesperrt.
Wie schon gesagt schlug die Kommunikation fehl und Mensch fand nur herraus, dass sie sehr geschickt mit Werkzeugen und ihren Händen umgehen konnten (die Minis konnten dies ebenfalls). Die Minis brachen aus ihrem Käfig aus und begannen sich zu vermehren, während nun nach ihnen gesucht wurde, wurde das Braune krank.
Zu der Zeit etwa traf ein anderes Splitschiff bei der Expedition ein, hier waren ein Braunes, mehrere Minis, ein weißes, welches aber nicht in Erscheinung tritt und viele weiß-braune Splits an Bord. Einige Menschen gingen an Bord des Splitschiffes und fingen an sich mit den weiß-braunen Splits zu unterhalten. Die Splits sprechen selbst in einer etwas vogelartigen Sprache mit vielen Pfeif- und Klicktönen, diese gehen die Tonleitern rauf und runter ohne Schwierigkeiten … den Menschen gelang es nicht, diese Sprache wirklich zu erlernen, ein Linguist der an Bord der MacArthur ist, fängt an einige Worte später wieder zu erkennen und so kann er teilweise erkennen worüber die Splits sprechen. Die weiß-braunen Splits lernen dafür die menschliche Sprache (das Anglic) recht schnell. Ein Wort lernen und übernehmen aber auch die Menschen von den Splits, das ist Wort Fiunch(klick), was soviel wie Gegenstück bedeutet.
Die weiß-braunen erzählen von ihrer Rasse, die Splits setzen sich aus genetisch bestimmten Kasten zusammen, die Braunen sind die Handwerker, sie leiten die Minis an und sind sonst ziemlich kreativ, die Minis sind Bastler, die weiß-braunen sind Vermittler, sie vertreten ihre Meister und die weißen sind die sogenannten Meister, sie haben bestimmte zuständigkeitsbereiche, die von den anderen Meistern akzeptiert und manchmal auch angefochten werden, hier kommen die Vermittler zum Einsatz.
Später treffen die Menschen auf dem Planeten Splitter noch andere Kasten, wie Ärzte.
Alles in allem erscheinen die Splits sehr friedlich, so entdecken die Menschen keine Kriegerkaste oder irgendwelche Waffen. Sie finden lediglich einen absolut überbevölkerten Planeten vor. Aber auch die Splits kennen Kriege.

Ich denke das reicht erstmal um sich ein Bild über den Roman zu machen, ich schreibe vielleicht bald noch mehr zu “Der Splitter im Auge Gottes”.

Ich habe jetzt diesen Text schon dreimal verfasst und er ist immer etwas kürzer geworden … trotzdem ist der jetzt noch tierisch lang … wieso kann ich das nicht krüzer zusammenfassen? Die Sachen sind einfach alle so interessant…